Workshopreihe Forschungsmethoden - Wintersemester 26/27

17.08.2026 - 28.02.2027
16:09 Uhr - 11:47 Uhr

Ab September 2026 geht die Workshop-Reihe zum übergeordneten Thema Forschungsmethoden in die vierte Auflage. Die Workshops sind als Angebot konzipiert, um in kleinen Gruppen Methoden und Verfahren kennenzulernen bzw. sie zu vertiefen und konkrete Fragen aus der eigenen Forschungsarbeit einbringen zu können.

Die Workshopreihe findet statt in Zusammenarbeit zwischen dem Promotions- & Praxiskolleg Gesundheits- und Pflegewissenschaften und dem Institut für angewandte Gesundheits-, Bildungs- und Sozialforschung (GBS).

Veranstal­tungs­ort

Campus Kleefeld

Paulin Ristau-Dorer & Rebecca Hassan
Blumhardtstraße 2
30625 Hannover
Deutschland

Programm und Anmeldung

Die Anmeldung zu den Workshops erfolgt dieses Mal über die Plattform Indico. 

Die Termine, sowie QR-Codes bzw. Links finden sich im Workshop-Programm für das Wintersemester 2026/27. 

 

Workshopbeschreibungen WiSe 2026/27

24.09.2026 | 10-14 Uhr

Ethische Reflexion, Datenschutz und Forschungsdatenmanagement

Dr. Christoph Leser & Sinje Brinkmann M.A. (Forschungsdatenzentrum QualiBi, Universität Frankfurt)

Online

Der Workshop „Ethische Reflexion, Datenschutz und Forschungsdatenmanagement“ vermittelt eine praxisnahe Einführung in den Umgang mit Forschungsdaten im Kontext qualitativer Forschung. Im Mittelpunkt stehen zentrale Fragen der Forschungsethik, die rechtlichen Grundlagen des Datenschutzes sowie grundlegende Prinzipien des Forschungsdatenmanagements. Sie erhalten einen strukturierten Überblick über Themen wie den Umgang mit sensiblen Daten, Anforderungen an informierte Einwilligungen sowie Möglichkeiten der Anonymisierung und Datenweitergabe. Gleichzeitig bietet der Workshop Raum, eigene Projekte einzubringen und konkrete Herausforderungen zu reflektieren.

 

Dieser Workshop wird in Kooperation mit dem FDM-Campus Hannover unter Beteiligung der FDM-Stellen von HsH und hmtmh ausgerichtet. 

 

09.10.2026 | 10-14 Uhr

Qualitative Netzwerkforschung

Dr. Katrin Lake & Niklas Brähler-Dieling

Campus Kleefeld

Als eigenständige Methode der Sozialforschung untersucht die Soziale Netzwerkanalyse (SNA) die sozialen Beziehungen von Akteur*innen sowie die Strukturen, die sich aus diesen Beziehungen ergeben. Netzwerkanalytische Parameter zur sozialen Position, Zentralität oder Dichte bieten einen Ansatz, um soziale Ein- und Ausschlussprozesse oder die Verteilung von Ressourcen zu erklären. Dieser relationale Forschungsansatz hat damit großes Potenzial für die Sozial-, Teilhabe- und Gesundheitsforschung (Truschkat et al. 2025).

Dabei bestehen in der bisherigen Forschung nur insgesamt wenige Studien, die dezidiert qualitativ ausgerichtet sind und neben formalanalytischen Kriterien auch subjektive Bedeutungszuschreibungen sozialer Beziehungen in die Auswertung integrieren. An dieser Stelle knüpft die Methode der Qualitativ Strukturalen Analyse (QSA) (Herz et al. 2015) an, welche die Perspektive der strukturalen Netzwerkanalyse mit analytischen Standards der qualitativen Sozialforschung kombiniert.

Basierend auf den Erkenntnissen aus abgeschlossenen Promotions- und Forschungsprojekten vermittelt der Workshop die Grundlagen, Herausforderungen und Potentiale in der Anwendung der QSA. Im Anschluss an eine kurze theoretische Einordnung werden die Teilnehmenden angeleitet, anhand von Datenmaterial aus eigenen oder bereits durchgeführten Promotionsprojekten die Umsetzung zu erproben. Die Ergebnisse werden dokumentiert, im Plenum vorgestellt und schließlich im Hinblick auf die Perspektiven für die Sozial- und Gesundheitsforschung diskutiert.

Herz, Andreas; Peters, Luisa; Truschkat, Inga (2015): How to do qualitative strukturale Analyse? Die qualitative Interpretation von Netzwerkkarten und erzählgenerierenden Interviews. In: Forum Qualitative Sozialforschung 16 (1). Verfügbar unter: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs150190.

Truschkat, Inga; Behrmann, Laura; Bernhard, Stefan (2025): Einführung in die Qualitative Netzwerkforschung. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden (Qualitative Sozialforschung). Verfügbar unter: https://doi.org/10.1007/978-3-658-48757-7.

 

05.02.2027 | 9-13 Uhr

Was Gruppen wirklich denken - Fokusgruppen in der Praxis

Prof.in Dr. Nina Fleischmann

Campus Kleefeld

Ob Familienchat, Elternvertretung oder die Kommentare unter einem Instagram-Post: Menschen diskutieren, widersprechen sich, stimmen zu und entwickeln gemeinsam Meinungen. Genau dieses Zusammenspiel interessiert auch die Forschung. Im halbtägigen Workshop lernen die Teilnehmenden die Methode der Fokusgruppe kennen. Anhand praxisnaher Beispiele aus der Pflegewissenschaft erfahren sie, wie Fokusgruppen geplant, moderiert und ausgewertet werden können. Eigene Erfahrungen und Fragestellungen sind sehr willkommen. Der Workshop bietet einen unkomplizierten Einstieg in eine der wichtigsten Methoden qualitativer Forschung.