Maik von Fischer mit Lehrpreis der HsH ausgezeichnet
Gute Lehre ist der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg – nicht nur im Studium, sondern auch in der wissenschaftlichen Weiterbildung. Warum? Weil die Welt immer komplexer wird und Teilnehmende darauf vorbereiten werden müssen, die Herausforderungen nicht nur zu verstehen, sondern aktiv mitzugestalten.
Prof. Dr. Maik von Fischer ist einer der wissenschaftlichen Leitungen des neuen Zertifikatskurses Sustainability Management - Strategien, Kommunikation und Umsetzung für zukunftsfähige Wertschöpfung an der HsH-Akademie. Er wurde kürzlich mit dem Lehrpreis der Hochschule Hannover ausgezeichnet und bringt es auf den Punkt:
„Die Welt wird nicht einfacher – und genau deshalb müssen wir Studierende und Weiterbildungsteilnehmende darauf vorbereiten, mit Komplexität umgehen zu können.“
Wie gelingt das? Durch anspruchsvolle, praxisnahe und zugleich menschliche Lehre. Nur so entsteht ein Lernumfeld, das motiviert, inspiriert und wirklich nachhaltig wirkt.
„Gute Lehre ist für mich eine echte Herzensangelegenheit. Umso schöner ist es, wenn dieses Engagement wahrgenommen wird. Besonders freut mich, dass die Auszeichnung zeigt, dass anspruchsvolle, praxisnahe und zugleich menschliche Lehre bei Studierenden ankommt.“
Das Engagement von Maik von Fischer spiegelt sich auch im Kurs Sustainability Management wider: die Inhalte sind praxisnah, methodisch fundiert, interaktiv und mit einem klaren Bezug zu realen Herausforderungen.
Sie möchten die gute Lehre selbst miterleben? Dann merken Sie sich folgende Termine vor:
- Infoabend: 12. August 2026
- Anmeldeschluss: 23. August 2026
- 10 % Early Bird-Rabatt bis zum 27. Juli 2026
Beschreiten Sie mit dem wissenschaftlichen Leitungsteam Kathrin Albrecht, Maik von Fischer und Dirk Heithecker eine neue Route und holen Sie sich auf dem Weg neue Perspektiven durch Prof.in Dr. Brigitte Biermann, Prof. Dr. Fabian Lang, Petra Ronzani sowie Anna Lina Bartl, Rainer Kant, Udo Schumburg und Conny Zoller.
Im Interview sprechen wir mit Maik von Fischer über den neuen Zertifikatskurs, über Lehre, seine Motivation und Future Skills:
Warum engagieren Sie sich beim Kurs Sustainability Management?
Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Transformation gehören für mich zu den zentralen Themen unserer Zeit. Gerade im Supply Chain Management wird sehr deutlich, wie eng Unternehmen, Technologien, Menschen und globale Wertschöpfung miteinander verbunden sind. Mein Masterkurs Nachhaltiges Supply Chain Management ist ähnlich aufgebaut wie mein Kurs „SCM 2: Methoden der SCM“, für den ich den Lehrpreis erhalten habe: praxisnah, methodisch fundiert, interaktiv und mit einem klaren Bezug zu realen Herausforderungen.
Warum steht nachhaltiges Unternehmertum heute stärker im Fokus als noch vor zehn Jahren?
Weil Nachhaltigkeit heute nicht mehr nur ein freiwilliges Zusatzthema ist, sondern direkt mit der Zukunftsfähigkeit von Unternehmen verbunden ist. Neue Technologien, regulatorische Anforderungen, Lieferkettenrisiken und gesellschaftliche Erwartungen verändern Unternehmen deutlich. Die Welt wird nicht einfacher – und genau deshalb müssen wir Studierende und Weiterbildungsteilnehmende darauf vorbereiten, mit Komplexität umgehen zu können.
Welche Kompetenzen werden in Bezug auf ESG künftig besonders wichtig?
Wichtig sind aus meiner Sicht vor allem systemisches Denken, Methodenkompetenz und die Fähigkeit, Veränderungen aktiv zu gestalten. Es geht nicht nur darum, Wissen über ESG zu vermitteln. Entscheidend ist, dieses Wissen auf konkrete Situationen anwenden zu können, gute Entscheidungen zu treffen und unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen.Dabei geht es auch um Werte, die unsere Studies mit in die Unternehmen tragen. Wir sprechen in meinen Lehrveranstaltungen beispielsweise viel über soziale Nachhaltigkeit – ein Thema, das aus meiner Sicht akademisch oft noch zu wenig vermittelt wird, in Unternehmen aber kulturell und auch ökonomisch sehr relevant ist.
Was bedeutet der Lehrpreis für Sie persönlich?
Der Lehrpreis bedeutet mir sehr viel. Vielleicht auch deshalb, weil ich selbst an der Hochschule Hannover studiert habe und als Bildungsaufsteiger nicht aus einem klassischen akademischen Umfeld komme. Ich weiß, wie wichtig gute Lehre, Ermutigung, Orientierung und persönliche Betreuung sein können – und genau das ist etwas, was wir an der Hochschule Hannover aus meiner Sicht besonders gut können.
Gute Lehre ist für mich eine echte Herzensangelegenheit. Umso schöner ist es, wenn dieses Engagement wahrgenommen wird. Besonders freut mich, dass die Auszeichnung zeigt, dass anspruchsvolle, praxisnahe und zugleich menschliche Lehre bei Studierenden ankommt.
Wann merken Sie, dass Lernen wirklich gelingt und Lehre gut funktioniert?
Wenn Studierende anfangen, eigene Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu erkennen und sich fachlich etwas zuzutrauen. Für mich funktioniert Lehre dann gut, wenn sie anspruchsvoll ist, aber gleichzeitig menschlich bleibt. Der Mensch steht im Mittelpunkt – mit seinen Fragen, Erfahrungen, Unsicherheiten und Stärken.Ein zentraler Punkt ist für mich Selbstwirksamkeit. Studierende sollen praxisnahe Probleme bearbeiten, eigene Lösungen entwickeln und diese auch Expertinnen und Experten aus der Praxis vorstellen. Das gibt neben einer Note auch das Gefühl: Ich kann etwas, ich kann etwas beitragen. Genau daraus entsteht oft eine starke Motivation.Am Ende gibt es aber nicht den einen richtigen Weg zu lehren – Lehre ist so individuell wie die Menschen, die daran beteiligt sind.
Mit welcher Motivation wenden Sie sich künftig an Ihre Studierenden und an Weiterbildungsinteressierte?
Mit der Motivation, Menschen auf eine Arbeitswelt und Gesellschaft vorzubereiten, die immer mehr Flexibilität, Methodenkompetenz und Veränderungsbereitschaft verlangt. Es geht nicht um reine Wissensvermittlung. Es geht darum, Studierende handlungsfähig zu machen.Dabei versuche ich, möglichst viele mitzunehmen – auf Augenhöhe, individuell und gerne auch mit etwas Spaß an der Sache.
Wenn Sie Nachhaltigkeit mit einem Bild oder einer Metapher beschreiben müssten – welches wäre das?
Nachhaltigkeit ist für mich wie eine Bergtour. Man braucht ein Ziel, eine gute Route, Ausdauer und die Fähigkeit, unterwegs auf veränderte Bedingungen zu reagieren. Manchmal ist der Weg anstrengend, aber er eröffnet neue Perspektiven.
Genau so verstehe ich nachhaltiges Management: als langfristigen Prozess, bei dem technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen zusammengedacht werden müssen – und bei dem der Mensch nicht aus dem Blick geraten darf.
Vielen Dank für das Interview, Maik von Fischer!