Entwicklung und Wirkung von Schutzkonzepten in Schulen im Längsschnitt Teilprojekt Entwicklungsprozesse und Perspektiven von Schüler*innen -SchuLae
Projektbeschreibung
„Institutionelle Schutzkonzepte stellen einen zentralen Ansatz der Prävention von sexueller Gewalt in pädagogischen Institutionen dar. Schulen haben hier besondere Bedeutung, denn nahezu alle Kinder und Jugendlichen verbringen hier einen Großteil ihres Tages. Die Kultusministerien aller Bundesländer streben daher zusammen mit dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) die Einführung von Schutzkonzepten an allen Schulen an. Wissen um die Wirkung von Schutzkonzepten ist insoweit von besonderer Bedeutung, bekannt ist dazu bislang freilich wenig. Um diese Wissenslücke zu schließen, greift das Vorhaben SchuLae Ergebnisse vorhergehender Projekte zur Bedeutung von institutionellen Risiko- und Schutzfaktoren, zu Organisationskulturen sowie zur Konzeption und Implementation von Schutzkonzepten auf und schließt eine Wirksamkeitsprüfung und Weiterentwicklung dieser Präventionsansätze unter realen Bedingungen daran an. Damit leistet das Vorhaben einen wesentlichen Beitrag, die flächendeckende Einführung solcher Konzepte auf eine sichere und valide Basis zu stellen und Schulen zu nachhaltigen Schutz- und Kompetenzorten auszubauen. Das Teilvorhaben der Hochschule Hannover interessiert sich für die Perspektive der Schüler*innen. Es adressiert ihre Wahrnehmung des Schulklimas und ihre Sicht auf Grenzverletzungen und möchte wissen, wo sie Ansatzpunkte für Prävention sehen. Damit trägt es dazu bei, die im anderen Teilvorhaben gemessenen Effekte besser zu verstehen. Die Ergebnisse werden in Initiativen zur bundesweiten Verbreitung von Schutzkonzepten eingebracht. Außerdem entstehen eine Handreichung zur Beteiligung von Schutzkonzepten für Schülerinnen und Schüler sowie digitale Materialien für pädagogische Fachkräfte.
Kurzübersicht
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Laufzeit
01.10.2021 - 30.09.2024
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Fakultäten
Fak. V Soziale Arbeit
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Drittmittelgeber
BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung (218.845,89 €)