Start der Weiterbildung "Traumaberatung in psychosozialen Arbeitsfeldern"

13.03.2023
14:00 Uhr

Psychosoziale Fachkräfte sind in ihrem beruflichen Alltag in einzelnen Fällen oder regelmäßig mit traumatisierten Klienten konfrontiert. Typische Arbeitsfelder hierfür sind die Schulsozialarbeit, die ambulante Betreuung von psychisch erkrankten Menschen, Mutter-Kind Einrichtungen, Frauenhäuser, die Flüchtlingshilfe, die Obdachlosenhilfe, die Straffälligenhilfe, die Psychiatrie, die Behindertenhilfe, Suchthilfeeinrichtungen, (psychologische) Beratungsstellen und viele andere. Betroffen sind zudem die Angehörigen.

Traumatherapie hat sich als Angebot für von traumatischen Erfahrungen Betroffene in den letzten Jahrzehnten gut etabliert. Auch für betreuende Arbeitsbereiche der Kinder- und Jugendhilfe existieren bereits traumapädagogische Konzepte. Deutlich wird jedoch auch die Notwendigkeit expliziter psychosozialer und beratend ausgerichteter Konzepte als Angebote für traumatisierte Klienten. Die Arbeit mit traumatisierten Menschen benötigt oftmals Spezialkenntnisse, sie ist jedoch kein Spezialthema. Psychosoziale Fachkräfte sind oftmals die ersten Ansprechpartner für dieses Klientel, aber auch langjährige Bezugspersonen. Sie benötigen daher im Kontakt mit traumatisierten Personen besondere Kompetenzen. Nicht zuletzt werden auch Kompetenzen im Bereich der Selbstreflexion und der damit einhergehenden Selbstfürsorge benötigt.

Veranstal­tungs­ort

Hochschule Hannover

Campus Kleefeld
Blumhardtstraße 2
30625 Hannover

Die Weiterbildung vermittelt Kenntnisse in den Bereichen Auseinandersetzung mit Traumata, Diagnostik und Emotionsregulierung, Arbeit mit „inneren Anteilen", Opfer sein im gesellschaftlichen Kontext, Krisenintervention, Psychohygiene,
Mitarbeiter*innenfürsorge, Rituelle Gewalt und die Arbeit mit Täter*innen bzw. Täter*innenanteilen sowie Netzwerkarbeit.

Alle Inhalte detailliert im Flyer

Abschluss

Teilnehmende, die an der gesamten Weiterbildung teilgenommen haben und im abschließenden Modul eine Fallarbeit vorstellen (inkl. vorheriger schriftlicher Ausarbeitung), erhalten von der Weiterbildung der Hochschule Hannover ein Zertifikat. Voraussetzung für den Erhalt des Zertifikats ist die Teilnahme an mind. 4 der 5 Module und das erfolgreiche Bestehen der Zertifikatsprüfung.

Durch die erfolgreiche Teilnahme an der Weiterbildung inkl. Zertifikatsprüfung erwerben die Teilnehmenden 4 ECTS, die auf Studieninhalte eines späteren Studiums im Bereich der Sozialen Arbeit individuell angerechnet werden können.

Zielgruppe

Angesprochen werden mit dieser Weiterbildung Angehörige psychosozialer Berufe, die in unterstützendem oder beratendem Kontakt mit traumatisierten Klient*innen stehen und ihre beruflichen und persönlichen Kompetenzen erweitern möchten. Typische Beispiele sind: Sozialarbeiter*innen, Lehrer*innen, Psycholog*innen, Ergotherapeut*innen.

Leitung und Durchführung

Prof. Dr. rer. pol. Jürgen Beushausen
Dipl Sozialpädagoge, Familien-, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Traumatherapeut, Supervisor, Dozententätigkeit an der Hochschule Emden

Gina Beushausen
Dipl. Sozialpädagogin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Gestalttherapeutin, Supervisorin

Zeitumfang und Termine

Die Weiterbildung über insgesamt 60 Unterrichtsstunden besteht aus vier Unterrichtsmodulen und dem Prüfungsmodul, beginnend am 13. März 2023
Die genauen Termine und Unterrichtszeiten der einzelnen Module im Info-Flyer

Kosten und Anmeldung

1.345,00 € zzgl. Prüfungsgebühr 250,00 € (Umsatzsteuerbefreit).
Ratenzahlung ist auf Anfrage möglich.

Bitte melden Sie sich schriftlich mittels des Anmeldeformulars im Info-Flyer an.

Anmeldeschluss ist der 10. Februar 2023

Beratung und Anmeldung

Hochschule Hannover
Weiterbildung
Blumhardtstr. 2
30625 Hannover
Ingeborg Schröder (Anmeldung)
Telefon: 0511/9296-3123
Christina Ahrberg (Beratung)
Telefon: 0511/9296-3324
E-Mail: weiterbildung(at)hs-hannover.de