Habitussensibilität

Tagung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS), Sektion Professionssoziologie am 7. Juni 2013

Das ZLB – Studium und Lehre der Hochschule Hannover hat am 7. Juni 2013 die Tagung "Habitussensibilität: (Selbst-)Anspruch neuer professioneller Praxis und gesellschaftliche Erwartungshaltungen" veranstaltet. Auf dieser professionssoziologischen Tagung ging es um die Frage, in welchem Maße Professionelle auf ihre Klient/innen eingehen können und/oder sollten. Gelingt es ihnen, wie vielerorts gefordert, die ganze Person bis hin zum Habitus in den Blick zu nehmen, wenn sie Krankheiten besprechen, Rechtshilfe geben, unterrichten oder als Sozialarbeiter/innen oder Polizist/innen tätig sind? Oder bleibt ihnen die Lebenswelt des Gegenübers verschlossen? Im Kern der Tagung standen elf Fachvorträge von ausgewiesenen Wissenschaftler/innen. Mit dem Thema waren auch Fragen verbunden wie: Ist eine zunehmende Habitussensibilität lediglich eine Zusatzqualifikation oder nicht vielmehr professionelles Kernwissen? Oder: Was bedeutet die Forderung nach sozial sensiblem Handeln für den Hochschulbereich?

Im Verlag Springer VS ist ein Tagungsband erschienen, in welchem die Beiträge in Aufsatzform zusammengefasst sind.