Support Akkreditierung

Die Akkreditierung ist ein System der Qualitätssicherung und soll bundesweit vergleichbare Qualität der Studiengänge garantieren sowie für größere Transparenz in der Hochschulbildung sorgen. Sie soll den Studieninteressierten und Studierenden so eine verlässliche Orientierung bei der Studienwahl garantieren.

Bei der Akkreditierung und der Re-Akkreditierung werden Studiengänge z.B. hinsichtlich ihrer Curricula, ihrer Studierbarkeit, ihrer Prüfungsorganisation, der im Fach vorhandenen Beratungsangebote sowie hinsichtlich ihrer internationalen Ausrichtung betrachtet und überprüft. Im Prozess des Akkreditierungsverfahrens bietet das Servicezentrum Lehre (Z2) den Studiengangsverantwortlichen in den Fakultäten ein breites Spektrum von Unterstützungsangeboten an.
 

Das Servicezentrum Lehre unterstützt im Rahmen von (Re-)Akkreditierungsverfahren insbesondere

–       bei der Erstellung des didaktischen Konzepts

–       durch Expertise zum Einsatz digitaler Medien

–       durch Beratung zur Integration des Fremd- und Fachsprachenangebots

–       durch Auswertungen der Studienabschluss- und Absolventenbefragungen

–       bei den Modulbeschreibungen

–       bei der Erstellung der Lernzielmodulmatrix

–       durch Formulierungshilfen zum Thema Qualitätssicherung

–       durch formale Checks


Bei der Einrichtung neuer Studiengänge ist die Einbindung der Hochschuldidaktik inzwischen ein relevanter Prüfpunkt im Prüfpfad des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) zur Bewertung der von den Hochschulen vorgelegten Studiengangskonzepten. Ergänzend zu diesen Informationen stellt MWK auch einen entsprechenden Zeitstrahl zur Einrichtung neuer Studiengänge zur Verfügung.

Detaillierte Informationen zur Strategischen Hochschulentwicklung in der Stabsabteilung S1 sind im Intranet abrufbar.

 


Allgemeine Informationen zur Akkreditierung

Am 17. Februar 2016 hat das Bundesverfassungsgericht in einer grundlegenden Entscheidung die Notwendigkeit für die Neuordnung des bisherigen Akkreditierungssystems geschaffen.

Mit der Neuordnung des Akkreditierungssystems durch den "Staatsvertrag über die Organisation eines gemeinsamen Akkreditierungssystems zur Qualitätssicherung in Studium und Lehre an deutschen Hochschulen" (Studienakkreditierungsstaatsvertrag) wurde ein zweistufiges Akkreditierungsverfahren festgelegt.

Dies bedeutet, dass

  1. die Begutachtung und Erstellung eines Gutachtens mit Beschluss- und Bewertungsempfehlung von einer von der Hochschule beauftragten Agentur durchgeführt wird und
  2. auf Antrag der Hochschule dann die Stiftung Akkreditierungsrat auf der Grundlage des Gutachtens und der Empfehlung über die Akkreditierung entscheidet.


Die Akkreditierungsentscheidung gilt für einen Zeitraum von acht Jahren.

Neben der Programmakkreditierung einzelner Studiengänge besteht auch die Möglichkeit der Bündelung fachlich verwandter Studiengänge in Clustern. Diese Clusterbildung ist vor Beginn des Verfahrens mit dem Akkreditierungsrat abzustimmen.

Das zweistufige Verfahren bedeutet für die Hochschule, dass sie einen kostenpflichtigen Vertrag zur Begutachtung mit der jeweiligen Agentur abschließt und einen kostenpflichtigen Antrag auf Akkreditierung mit dem Akkreditierungsrat stellt.


Rechtliche Grundlagen der Akkreditierung

Die Musterrechtsverordnung basiert auf dem von allen Ländern unterzeichneten Staatsvertrag über die Organisation eines gemeinsamen Akkreditierungssystems zur Qualitätssicherung in Studium und Lehre an deutschen Hochschulen (Studienakkreditierungsstaatsvertrag).

Studienakkreditierungsstaatsvertrag


In der Musterrechtsverordnung werden die ländergemeinsamen Anforderungen an die strukturellen und qualitativen Maßstäbe für die Akkreditierung von Bachelor- und Master-Studiengängen geregelt.

Musterrechtsverordnung


Darüber hinaus gibt es weitere Rahmenvorgaben, wie

Qualifikationsrahmen für Deutsche Hochschulabschlüsse (KMK 16.2.2017)

Muster Diploma Supplement (HRK und KMK Beschluss vom August 2015)


Die Neuordnung des Akkreditierungssystems bedeutet, dass die Agenturen in ihrer neuen Rolle als Gutachter und Berater die bisherigen Leitfäden für die Durchführung von Akkreditierungsverfahren überarbeiten, um den Hochschulen aktualisierte Handreichungen zur Verfügung zu stellen. Diese befinden sich noch in Vorbereitung.


Auch der Akkreditierungsrat wird Strukturen aufbauen, um die Antragsstellung zu unterstützen.





Ansprechpartner*in im Servicezentrum Lehre:

N.N.

In grundsätzlichen Fragen der Akkreditierung ist die Leiterin des Servicezentrums Lehre selbstverständlich auch immer ansprechbar:

Nicht-Öffentliche Person