Gefährdungsanzeige? Was ist das? Wie geht das?

Gefährdungsanzeige - Was ist das überhaupt konkret?

Die Gefährdungsanzeige wird oft auch Überlastungsanzeige genannt.

Sie ist ein schriftlicher Hinweis der Beschäftigten an den Arbeitgeber bzw. den
unmittelbaren Vorgesetzten, dass es aufgrund der vorherrschenden Arbeitssituation
zu gesundheitlichen Gefährdungen und/oder Qualitätseinbußen in der Arbeit kommen
kann.

Häufig sind es Personalmangel, vermehrte Überstunden aber auch Termindruck,
der zu einer Überlastung führt.

Warum sollten Beschäftigte eine Gefährdungsanzeige schreiben?

Aus Eigenschutz vor strafrechtlichen, arbeitsrechtlichen oder zivilrechtlichen
Konsequenzen, zur eigenen „Entlastung“ und zum Schutz des Arbeitgebers.

Wir raten dazu, eine Kopie an Personalrat und Betriebsarzt, ggf. auch an die SBV, zu senden, denn nur dann kann der Personalrat das Verfahren unterstützend begleiten, z. B. auf Wunsch an Gesprächen teilnehmen und mit darauf achten, dass abgesprochene Maßnahmen und Veränderungen umgesetzt und eingehalten werden.

Gefährdungsanzeige - Wie geht das? Wie ist der Ablauf?

•    Durch Dauerüberlastung wird die Gesundheit der Beschäftigten gefährdet.
•    Überlastung gefährdet die ordnungsgemäße Erledigung der Arbeit und
      kann damit auch das Unternehmen schädigen.
•    Alle Beschäftigten haben das Recht und die Pflicht, im Falle einer
      Überlastung eine Gefährdungsanzeige zu stellen.
•    Die Anzeige sollte die Ursachen konkret benennen.
•    Adressat der Gefährdungsanzeige ist immer der Arbeitgeber.
•    Auf der eigenen Kopie den Eingang der Anzeige bestätigen lassen.
•    Eine Gefährdungsanzeige entbindet nicht von der beruflichen Sorgfaltspflicht.

      und ganz wichtig:
•    Die Gefährdungsanzeige hat so lange Bestand, bis sie vom Beschäftigten
      zurückgenommen wird.