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Die USA und Trump: gewählt – geschockt – gespalten

am 14.09.2017 um 19:00 Uhr

Wie hat Trump das Leben der Amerikaner verändert? Dies wollten 15 Fernsehjournalismus-Studierende der HsH herausfinden und besuchten deshalb sowohl die Republikaner-Hochburg Oklahoma als auch das liberale New York. Dort trafen die jungen Filmemacher glühende Anhänger des Präsidenten, ließen aber genauso erbitterte Gegner des Machthabers zu Wort kommen. Die 45-minütige Dokumentation zeichnet ein spannendes Bild der Vereinigten Staaten 100 Tage nach dem Amtsantritt des polarisierenden Patrioten. Die 22-minütige Version mit Talkgästen wird am 14. September um 19:00 Uhr in der ARDalpha ausgestrahlt.

Detaillierte Informationen

Make America Great Again - mit diesem Slogan führte Donald Trump Wahlkampf um das US-Präsidentenamt – und gewann überraschend im November 2016. Seit dem 20. Januar 2017 ist Trump US-Präsident. Viele Versprechen gab der ehemalige Immobilien-Tycoon vor der Wahl ab: Eine Mauer zu Mexiko wolle er bauen, Obamacare abschaffen oder illegale Einwanderer bedingungslos abschieben. Mit seinen Aussagen und seiner Politik spaltet er die USA wie keiner seiner Vorgänger. Über 100 Tage nach seinem Amtsantritt gehen die Meinungen in den Vereinigten Staaten weiterhin stark auseinander.

Um herauszufinden, was die Amerikaner über ihren Präsidenten nach mehr als drei Monaten Regierungszeit denken, sind 15 Fernsehjournalismus-Studierende in die USA gereist. Sie wollten vor allem wissen, wie sich das Leben der Bürger durch den neuen Machthaber verändert hat und wie sie jetzt über Donald Trump denken. Nachgefragt haben die jungen Filmemacher sowohl bei Trump-Befürwortern als auch bei Gegnern des Präsidenten in zwei Bundesstaaten, die unterschiedlicher kaum sein könnten: New York und Oklahoma. Vom Supporter mit der knallroten „Make America Great Again“-Cap bis hin zu überzeugten Trump-Verächtern präsentiert der Film verschiedenste Meinungen und Charaktere – und zeichnet dadurch ein spannendes Bild von Amerika.

Maurizio Palomino ist ein reicher Mann. Der Bauunternehmer ist Mitte 40 und lebt in einem Penthouse mitten im Financial District der Millionenmetropole New York. Wie er zu seinem Vermögen kam, will er nicht erläutern – so raten ihm seine Anwälte. Der Sohn italienischer Einwanderer ist vom American Dream überzeugt. Deshalb will er dem aktuellen Präsidenten unbedingt eine Chance geben. Palomino sagt vor allem die Einwanderungspolitik Trumps zu: „Wir sind in diesem Land schon zwei Mal von Leuten attackiert worden, die wir einfach so hineingelassen haben. Warum sollte ich also eine Politik der offenen Tür befürworten?“

Im New Yorker Stadtteil Bronx, nur wenige Kilometer entfernt vom Financial District, ist Johnny Garcia aufgewachsen. Früh kam er dort mit unterschiedlichen Kulturen und Lebensweisen in Kontakt. Als schwuler Latino verkörpert er zudem das Feindbild des US-Präsidenten. „Wir haben einen Präsidenten der sagt, Schwarze seien weniger wert, Latinos seien Vergewaltiger und Muslime sowieso Terroristen. Es ist traurig, jetzt in den USA zu leben“, beklagt sich Garcia. Für ihn waren die ersten Monate von Präsident Donald Trump „100 Tage Hölle“.

Beruflich ist Tommy Parker als Fotograf in Oklahoma unterwegs, im Privatleben aber vor allem eines: glühender Anhänger des mächtigsten Mannes der Welt. „The Art of the Deal“, Trumps 1987 erschienene Biographie, war das erste Buch, das er als Teenager freiwillig las. Parker hat sich mit Fanartikeln des Präsidenten eingedeckt und seine 16-jährige Tochter, Mutter einer neun Monate alten Tochter, eindeutig mit dem Trump-Fieber infiziert. Parker sieht sich als „Businessman“ und identifiziert sich völlig mit dem US-Präsidenten: „Donald Trump ist Unternehmer. Und dieses Land braucht einen Mann, der es wie ein Unternehmen führt!“

Im „Oklahoma Pandhandle“, dem Nordwesten des Bundesstaates, stimmten 90 Prozent der Wähler für Trump. In der Kleinstadt Guymon, bekannt für ihren großen Bevölkerungsanteil an Hispanics, kämpft das demokratische Politiker-Paar Joshua Setzer und Ashlee Ortiz gegen den Trump-Wahn sowie üble Beschimpfungen durch ihre Nachbarn oder Kunden ihres Computerreparaturshops. Doch die beiden jungen Politiker sind fest entschlossen und wollen etwas verändern: „Jetzt, wo wir 100 Tage Trump hatten und sich nichts geändert hat, ist es doch an der Zeit, etwas zu tun!“

Der katholische New Yorker Priester und Trump-Gegner Donald Baker oder Caleb Ferris, Anführer der Studentenproteste in der Stadt Norman, erläutern, wie sich Trumps im Amt erste 100 Tage auf die unterschiedlichsten Amerikaner auswirkten. Die Dokumentation bildet eine 45-minütige Reise durch ein Land, dessen Bewohner sich – quer durch alle politischen Lager – einig sind: Sie erleben die verrückteste Anfangszeit eines US-Präsidenten aller Zeiten.

Die komplette Dokumentation ist ab dem 14. September auf ARDalpha-online zu sehen.




Öffentlichkeitsarbeit und Marketing 16.08.2017  
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