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Prof. Rolf Nobel erhält den Dr.-Erich-Salomon-Preis 2016 der DGPh

Der Photograph und Hochschullehrer Prof. Rolf Nobel von der Hochschule Hannover (HsH), wird mit dem Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 17. Juni im Rahmen des LUMIX-Festivals für jungen Fotojournalismus in Hannover statt.

Dort wird die Fotogalerie GAF mit der Ausstellung »Vom Aufhören und Weitermachen« Arbeiten aus Nobels umfangreichen Werk neben Arbeiten von Studierenden zeigen. 

Der seit 1971 alljährlich für "vorbildliche Anwendung der Photographie in der Publizistik" vergebene Preis erinnert an Dr. Erich Salomon, den großen Photographen der Weimarer Republik, dem der moderne Bildjournalismus starke Anregungen verdankt.

 

Mit dem 1950 in Hamburg geborenen Rolf Nobel ehrt die DGPh einen der einflussreichsten deutschen Fotolehrer überhaupt, der gleichfalls als Photograph, Festival- und Galeriegründer wegweisende Akzente gesetzt hat. 

Anknüpfend an die Tradition eines Otto Steinert hat Rolf Nobel deutsche Hochschulausbildung im Photojournalismus zu einem Markenzeichen gemacht und damit auch international zu einer neuen Wahrnehmung verholfen. In Zeiten einer sich rasant verändernden Medienlandschaft wird damit dem menschenerklärenden Bild beständige Aufmerksamkeit gesichert. 

 

Nach einer Ausbildung zum Lithographen und einigen Jahre Berufstätigkeit, studierte Rolf Nobel von 1977 bis 1983 Visuelle Kommunikation an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg und schloss mit dem Diplom ab. 

Seit 1979 arbeitet er freiberuflich als Journalist und Fotojournalist für zahlreiche namhafte Publikationen, u.a. stern, Geo, ZEITmagazin, Brigitte, DER SPIEGEL und mare. 1990 tritt er in die renommierte Hamburger Fotografenagentur VISUM ein und wird später auch deren Miteigentümer. 1984 erschien sein Buch »Falschspieler Gottes - die Wahrheit über Jehovas Zeugen« und 1985 »Mitten durch Deutschland«, ebenfalls ein Reportagebuch. 1995 war er Mitbegründer und Vorstandsmitglied der größten deutschen Fotografenvereinigung FREELENS und danach, bis heute Mitglied im Beirat des Vorstandes. 

 

Von 1997 bis 1998 war Nobel Lehrbeauftragter für Fotojournalismus an der Muthesius Hochschule in Kiel. Zum Sommersemester 2000 erfolgte die Berufung zum Professor für Fotografie an der HAW Hamburg. Dort hielt es ihn jedoch nicht lange. Bereits zum Wintersemester 2000 wechselte er als erster Professor in die Studienrichtung Fotografie an der Fachhochschule Hannover. 

Sofort begann er damit, den Studiengang konsequent in Richtung Photojournalismus zu profilieren. So holte er für die Hochschul-Vortragsreihe »Erzählende Fotografie« weltberühmte Fotografen wie Larry Towell, Carl de Keyzer, René Burri und Peter Turnley in die niedersächsische Landeshauptstadt und machte den Standort damit in der Medienszene international bekannt. 

 

Seit 2001 haben Studierende aus Hannover praktisch alle bedeutenden Photojournalismus-Preise gewonnen, darunter den World Press Photo Award, das Unicef Photo of the Year, den 

New York Photo Award, den Mark Grosset Price und den Henri-Nannen-Preis. 2015 wurde Mario Wezel beim weltgrößten Studierenden-Wettbewerb CPoY als »College Photographer of the Year« ausgezeichnet. Mit dem Schwerpunkt in der wirklichkeitsbezogenen Fotografie bilden zurzeit vier Professoren und Professorinnen, ein Fachlehrer und sieben Lehrbeauftragte mehr als 200 Studierende aus. Als Resultat zahlreicher praxisorientierter Projekte sind diverse Veröffentlichungen wie »Europameister« (2005) »fernanderswo« (2005) und »Wir stiften Wissen« (2012) entstanden. Das alles blieb nicht unbeachtet, so bezeichnete Lars Boering, Managing Director von World Press Photo, 2015 in einer Umfrage der italienischen Zeitschrift VOGUE das ICP in New York und die Hochschule Hannover als weltweit bedeutendste Ausbildungsstätten für Fotojournalisten. 

 

2008 initiierte Nobel das alle zwei Jahre stattfindende Lumix Festivals für jungen Fotojournalismus in Hannover, das mittlerweile 35.000 Besucher in nur fünf Tagen zählt und in diesem Jahr sein 5. Jubiläum feiert. 

 

Rolf Nobel ist Mitglied in zahlreichen Gremien und Jurys wie des Kulturwerks der VG Bild-Kunst, des dpa news talent award, des Bayrischen Pressefoto des Jahres und des Unicef Picture of the Year. Außerdem ist er Beiratsmitglied des Innovationsfonds Kunst und Kultur der Landeshauptstadt Hannover. 

 

2013 übernahm er den Vorsitz des gemeinnützigen Vereins zur Förderung der Fotografie in Hannover e.V., der zusammen mit der Hochschule Hannover alle zwei Jahre das Lumix Festival organisiert und der gleichzeitig Betreiber der Photogalerie GAF in der Eisfabrik ist. Die Galerie zeigt ausschließlich Photojournalismus oder Dokumentarphotographie und im Rahmen ihrer Nachwuchsförderung regelmäßig auch Arbeiten von Studierenden und Ehemaligen. Seit ihrer Gründung hat sich die GAF-Galerie innerhalb kürzester Zeit zu einem photographischen Hotspot entwickelt, der weit über die Grenzen Hannovers bekannt ist und bereits viele namhafte Autoren ausgestellt hat. 

 

 

Rolf Nobel lebt in Hannover. Neben der Lehre an der Hochschule ist er auch als Vortragsredner für diverse Organisationen und Einrichtungen wie die Hamburger Senatskanzlei (Festrede anlässlich der Verleihung des Alexander-Zinn-Preises, 1999), die University of British Columbia (über »Humanistic Photography«, 1999), das Goethe-Institut in Vancouver (»Journalism in Crisis?«, 1999), die Hiroshima University (über »Humanistic Photography«, 2005), die Fachhochschule Dortmund (über »Der zweite Blick«, 2005), Panasonic Headquarter (über »Humanistic Photography«, 2009), der Gesellschaft für Bild und Vortrag e.V. (»Reisefotografie«, 2010), den Weser Kurier (»Fotografie in Tageszeitungen«, 2010) den Presseclub Braunschweig (»Fotografie in Tageszeitungen«, 2011), die Braunschweiger Zeitung (»Fotografie in Tageszeitungen«, 2011), die State University Tomsk (»Multimediales Storytelling«, 2013) tätig. 

 

Workshops außerhalb der Hochschule (Auswahl): 

Evangelische Journalistenschule in Berlin (»Journalistische Fotografie« 1998), die Nachrichtenagentur dpa (»Fotoreportage«, 1999-heute), den Arbeitskreis Portrait Photographie International (»Journalistische Fotografie«, 2000), die Deutsche Journalisten Union (»Reportagefotografie«, seit 2008), den Deutschen Journalisten-Verband (»Fotografie in Tageszeitungen«, 2014). 

 

Artikel zu verschiedenen Themen der Fotografie in Fachzeitschriften und Zeitschriften (Auswahl): 

 

Photonews, August 2002 (»Same procedure as every year«); mare, Oktober 2002 (»Die Küste der Fotografen«); Freelens Magazin #01 (»Wer tut es...wenn nicht wir selbst«), #04 (»Fotografie als Überlebenstraining«), #07 (»Es werde Licht. LUX - das neue Magazin der Autoren«), #09 (»Reportage is back again«), #10, mit Lutz Fischmann (»Das müsst ihr schon alleine rausfinden...«), #10 (»Foto-Ikonen«), #27 (»Gut Ding will Weile haben«); Jahrbuch 2009, Reporter ohne Grenzen, (»Tatorte sind Schauplätze«); »Wunden der Welt«, 2011 (»Warum es junge Fotografen in den Krieg zieht«); Katalog »Saul Leiter«, 2012 (»Die Straße als Bühne«). 

Rubrizierung: Preise und Auszeichnungen für Lehrende

Art des Wettbewerbes: international



Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Fakultät III 05.04.2016  
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