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Hannover, 29.03.2018
Nummer 29318 / 2018

Werkstoff-Wissenschaftler der HsH testen Gemälde auf Echtheit

© Franz Renz
Echt oder nicht? Auf einer Pressekonferenz im Sprengel Museum Hannover am 4. April werden die Ergebnisse der wissenschaftlichen Echtheitsuntersuchung eines Gustav Klimt Gemäldes präsentiet.

[Text: Friedrich Wilhelm Bauer]

Das Wiederauftauchen eines verschollen zerstört geglaubten Kunstwerkes des österreichischen Jugendstilkünstlers Gustav Klimt (*1862 †1918) im Jahr 2012 sorgte für weltweite Aufregung. Bei dem Kunstwerk „Trompetender Putto“ handelt es sich um ein Secco, ein kreisrundes großes Gemälde. Es besitzt einen Durchmesser von ca. 1,70m und es zeigt einen trompetenden Knaben.

Anlässlich des 100. Todestages von Gustav Klimt im Kontext der wissenschaftlichen Arbeiten in Hannover wird das Kunstwerk im Sprengel Museum Hannover im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit präsentiert.

Da zum Zeitpunkt der Entdeckung Zweifel an der Echtheit des Werkes bestanden, galt es das Gemälde mit modernen Analysetechniken auf seine Echtheit zu untersuchen. Die Untersuchung des Kunstwerkes gestaltete sich anspruchsvoll. Der äußere Zustand des Seccos legte die Vermutung nahe, dass in der Vergangenheit das Bild übermalt wurde. Unter diesen, im Nachhinein aufgetragenen Farbschichten sollte sich, nach der Vermutung von Kunstexperten, eine Signatur des Jugendstilkünstlers befinden. Diese Signatur würde die Echtheit des Kunstwerkes beweisen.

Das Labor für Werkstofftechnik der Fakultät II Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik der Hochschule Hannover ist als Kooperationspartner des Instituts für anorganische Chemie der Leibniz Universität Hannover (LUH) an dem Projekt beteiligt. Neben einer Vielzahl hochmoderner Analysemethoden, welche eine Gruppe internationaler Wissenschaftler unter der Leitung von Professor Franz Renz der LUH angewandt hat, ist auch die Thermografie des Labors für Werkstofftechnik zum Einsatz gekommen.

Die Thermografie visualisiert die Intensität und Verteilung der von einer Oberfläche ausgesandten Infrarotstrahlung (Wärmestrahlung). Da die Originalfarbschichten des Kunstwerkes ein anderes thermisches Absorptionsverhalten besitzen als die Farbschichten, welche nachträglich aufgebracht worden sind, bildete sich nach der Veränderung der Oberflächentemperatur des Kunstwerkes ein thermischer Kontrast, also ein Temperaturunterschied zwischen den einzelnen Farbschichten aus. Der thermische Kontrast konnte mithilfe einer Thermografiekamera visualisiert werden. Es wurde sozusagen unter die Übermalung geschaut, um nach Hinweisen auf eine Signatur des Künstlers zu fahnden.

Pressekonferenz
Ort: Auditorium des Sprengel Museums Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
Uhrzeit: 10:30 Uhr

Ansprechpartner der LUH:
Prof. Dr. rer. nat. Franz Renz

Weitere Ansprechpartner an der Hochschule Hannover:

Dipl.-Ing. Birgit Claßen-Georgiadis
Dipl. Wirt.-Ing. Dietrich Müller


Prof. Dr.-Ing. Ralf Franz Sindelar
Ricklinger Stadtweg 120
30459 Hannover
Gebäude: Hauptgebäude  Raum: 1A.0.38  Tel: +49 511 9296 1380

E-Mail: ralf.sindelarat-zeichenhs-hannover.de


Friedrich Wilhelm Bauer
Dipl.-Wirt.-Inf. (FH)
Ricklinger Stadtweg 120
30459 Hannover
Gebäude: Hauptgebäude  Raum: 1A.0.38  Tel: +49 511 9296 1384

E-Mail: friedrichwilhelm.bauerat-zeichenhs-hannover.de


Kontaktadresse Öffentlichkeitsarbeit und Marketing

Hochschule Hannover
Öffentlichkeitsarbeit und Marketing (OeM)
E-Mail:  presseat-zeichenhs-hannover.de
Internet: http://www.hs-hannover.de/oem


Öffentlichkeitsarbeit und Marketing 04.04.2018  
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