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Hannover, 02.12.2018
Nummer 3 / 2018

Faire Computermaus aus Biowerkstoff im Quartier Zukunft in Berlin zu sehen

© fotomanufaktur/
N. Schnittfincke
Die faire Computermaus aus Biowerkstoff ist bis Anfang Januar 2019 im Quartier Zukunft der Deutschen Bank in Berlin zu sehen. Das Projekt zählt zu den innovativen Preisträgern des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Ort im Land der Ideen“ 2018.

Als gemeinsames Projekt des IfBB und Nager IT e. V. zeigt die Computermaus, wie faire Produktionsbedingungen und nachhaltige Werkstoffe kombiniert werden können, um eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Produkten zu bieten. Die Computermaus, eine Idee des Vereins Nager IT, hat es in sich: Ihre Einzelteile werden fair produziert und ihr Gehäuse besteht zu über 80 Prozent aus Polylactid – einem Kunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen wie Maisstärke und Zucker. Entwickelt haben diesen Biowerkstoff Wissenschaftler/innen der Forschernachwuchsgruppe um Prof. Dr.-Ing. Andrea Siebert-Raths am Institut für Biokunststoffe und Bioverbundstoffe (IfBB) der Hochschule Hannover, gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über seinen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR). Das Material basiert auf Zuckerrohr und ist somit eine umweltfreundliche Alternative zu erdölbasierten Kunststoffen. So verbindet die Computermaus Nachhaltigkeit mit Innovation und fördert sozialverträgliche Arbeit in den Produktionsländern. Kleines Gerät, große Wirkung!

Das überzeugte auch die Jury des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Ort im Land der Ideen“ und zeichnete das Projekt 2018 aus. Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ wurde 2006 von der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) gegründet. Gemeinsam mit der Deutschen Bank richtet sie den Innovationswettbewerb seit 13 Jahrenaus.  

Das IfBB arbeitet auch weiterhin am Material für die Computermaus und modifiziert die Rezeptur: Untersucht wird zum Beispiel, inwieweit sich auch automatisch anfallende Reststoffe wie Kaffeesatz für den Einsatz im Biowerkstoff eignen.

Die Ausstellung im Quartier Zukunft der Deutschen Bank, Friedrichstr. 181 in 10117 Berlin ist Montag bis Freitag von 10-19 Uhr, Sonnabend von 10-18 Uhr geöffnet und läuft bis Anfang Januar 2019. Der Eintritt ist frei.

Stichwort PLA:
Polymilchsäure (Polylactic Acid) ist einer der am häufigsten eingesetzten biobasierten Kunststoffe. Unter anderem werden bereits Büro-Utensilien, Textilien, Autoteile und medizinische Implantate aus PLA hergestellt. Im Unterschied zu erdölbasierten Kunststoffen stammen die Ausgangsstoffe von PLA aus nachwachsenden Rohstoffen wie Maisstärke oder Zucker. Mikroorganismen wandeln die Ausgangsstoffe in Milchsäure um. PLA besteht aus langen Ketten dieser Milchsäure-Ringe (Lactide). Je nach Kombination der Lactide entstehen Kunststoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften. Durch Zugabe von Additiven, Fasern oder Reststoffen sowie durch die Wahl der Verarbeitungsmethode passen Ingenieure/innen des IfBB die PLA-Kunststoffe weiter für ihren jeweiligen Einsatz an.

Kontakt:

Für weitere Fragen steht Ihnen Dr. Lisa Mundzeck am IfBB – Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe an der Hochschule Hannover unter Telefon 0511 9296-2269 oder per E-Mail an lisa.mundzeckat-zeichenhs-hannover.de gerne zur Verfügung.


Kontaktadresse Öffentlichkeitsarbeit und Marketing

Hochschule Hannover
Öffentlichkeitsarbeit und Marketing (OeM)
E-Mail:  presseat-zeichenhs-hannover.de
Internet: http://www.hs-hannover.de/oem


Lisa Mundzeck 06.12.2018  
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