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Hannover, 16.10.2018
Nummer 9 / 2018

HiGHmed: HsH entwickelt digitale Lehrformate zur Daten- integration, -analyse und –qualität im Kontext medizinischer Forschung

E-Health – die Digitalisierung des Gesundheitswesens birgt Chancen. Bild: v. li. n. re.: Prof. Dr. Martin Scholz, Marie-Louise Witte M.A., Prof. Dr.-Ing. Oliver J. Bott

 

E-Health – die Digitalisierung des Gesundheitswesens birgt Chancen: Sie kann Versorgungslücken im strukturschwachen ländlichen Raum schließen, Investitionen in modernste medizinische Innovationen ermöglichen und mit der Telemedizin den Spezialisten aus Fernost in den heimischen Operationssaal holen. Elementare Grundlage dafür ist eine leistungsstarke Infrastruktur zum medizinischen Datenaustausch. Die Hochschule Hannover (HsH) ist Forschungspartner für die Entwicklung digitaler Lehrformate zur Datenanalyse im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Medizininformatik-Initiative geförderten HiGHmed-Konsortium. Es verbindet die drei medizinischen Fakultäten und Universitätskliniken Heidelberg, Göttingen und Hannover mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und weiteren Projektpartnern. 

 Mit neuen medizininformatischen Entwicklungen wollen die Projektpartner die Effizienz klinischer Forschung durch den instituts- und organisationsübergreifenden Datenaustausch steigern und so die Patientenversorgung verbessern. Um die Möglichkeiten der Medizinischen Informatik im Arbeitsalltag jedoch nutzen zu können, muss das medizinische Personal entsprechend geschult werden. Unter der Leitung von Prof.-Dr.-Ing Oliver J. Bott und Prof. Dr. Peter Wübbelt entwickelt die Fakultät III (Information und Kommunikation) der HsH digitale Lehrformate zur Datenintegration, -analyse und -qualität für die standortübergreifende Aus- und Weiterbildung.

Die Analyse klinischer Daten ist ein zentrales Element medizinischer Forschung. Für valide Ergebnisse muss eine höchstmögliche Qualität der Daten gewährleistet sein. Die Anforderungen an das Analyseverfahren steigen mit den deutlich zunehmenden Datenmengen. Mithilfe online-gestützter Lehrmodule und Trainingsformate können Mitarbeiter von Kliniken und Forschungseinrichtungen lernen, die im HiGHmed-Konsortium neu entstehenden medizinischen Datenintegrationszentren („Medical Data Integration Centers“, kurz MeDICs) als „Wissenscloud“ systematisch zu nutzen. Zeitgleich sollen die digitalen Lehrformate, die sich schon jetzt auch an Studierende richten, in die Weiterentwicklung der bestehenden Curricula einfließen.

Die HsH entwickelt während des Forschungsprojektes insbesondere das Modul HiGHmed 4 „Advanced Concepts of Data Analytics and Curation“ bzw. „Fortgeschrittene Konzepte der Datenanalyse und des Datenqualitätsmanagements“. Das digitale Lehrmodul ist auf dem Master-Niveau für Studierende der Medizinischen Informatik / des Medizinischen Informationsmanagements angesiedelt.

Die entstehenden Lehrmodule sollen Bausteine eines "HiGHmed“-Zertifikats werden. Bis zum Ende der Projektlaufzeit (30. Juni. 2019) sollen die Inhalte synergetische Anknüpfpunkte bieten, um sie mit ergänzenden Impulsen anderer Forschungseinrichtungen auch über das HiGHmed-Konsortium hinaus kombinieren und ergänzen zu können.

Neben den namensstiftenden HiGHmed-Konsortialführern – dem Universitätsklinikum Heidelberg (UKL-HD), der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH)­ – sowie dem DKFZ beteiligen sich an dem Forschungsprojekt folgende Hochschulen, Institute und Unternehmen: das Hasso Plattner Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI), die HAWK Hochschule Hildesheim / Holzminden / Göttingen (HAWK-HHG), die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (UHD),  die Hochschule Heilbronn (HHN),  das Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung GmbH Braunschweig (HZI), die Hochschule Hannover (HsH), das Robert Koch Institut Berlin (RKI), die TU Braunschweig (TU-BS), die TU Darmstadt (TUD), die Uniklinik Köln (UKK), das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein / Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (UKSH), die Ada Health GmbH Berlin, die InterComponentWare Aktiengesellschaft Walldorf (ICW), die NEC Laboratories Europe GmbH Heidelberg, die SAP SE Walldorf, die Siemens Healthcare GmbH Erlangen sowie die Sana Kliniken Aktiengesellschaft Ismaning (Sana).


Kontaktadresse Öffentlichkeitsarbeit und Marketing

Hochschule Hannover
Öffentlichkeitsarbeit und Marketing (OeM)
E-Mail:  presseat-zeichenhs-hannover.de
Internet: http://www.hs-hannover.de/oem


Forschung und Entwicklung 19.10.2018  
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