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Hannover, 12.11.2009
Nummer 11 / 2009

Bundestags-Petition zur Förderung von Open Access

Open Access bezeichnet den freien Zugang zu öffentlich finanzierten wissenschaftlichen Informationen. Die Bibliothek unterstützt diese Forderung, was zuletzt durch unsere Veranstaltungen im Rahmen der International Open Access Week 2009 sichtbar wurde. Nun liegt dem Deutschen Bundestag eine Petition zu diesem Thema vor.

Bis zum 22. Dezember 2009 steht diese Petition mit dem Titel Wissenschaft und Forschung – Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen zur Mitzeichnung bereit. In den ersten drei Tagen haben sich schon weit über 6000 Mitzeichner gefunden.

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass wissenschaftliche Publikationen, die aus öffentlich geförderter Forschung hervorgehen, allen Bürgern kostenfrei zugänglich sein müssen. Institutionen, die staatliche Forschungsgelder autonom verwalten, soll der Bundestag auffordern, entsprechende Vorschriften zu erlassen und die technischen Voraussetzungen zu schaffen.

Begründung

Die öffentliche Hand fördert Forschung und Entwicklung nach Angaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung jährlich mit etwa 12 Milliarden Euro. Die Ergebnisse dieser Forschung jedoch werden überwiegend in kostenpflichtigen Zeitschriften publiziert. Es ist nicht angemessen, dass der Steuerzahler für die von ihm finanzierten Forschungsergebnisse erneut bezahlen muss. Wegen der hohen Kosten und der Vielzahl wissenschaftlicher Zeitschriften sind Forschungsergebnisse nur in wenigen Bibliotheken einsehbar. Den meisten Bürgern ist der Zugang zu der von ihnen finanzierten Wissenschaft dadurch nicht nur erschwert, sondern de facto ganz verschlossen. Den Bürger von der Wissenschaft auszusperren ist nicht nur schädlich, sondern auch unnötig. Andere Länder haben vergleichbare Vorhaben bereits umgesetzt. Die US-Amerikanische Behörde National Institutes of Health (NIH) verlangt, dass alle von ihr finanzierten Publikationen binnen 12 Monaten an einem zentralen Ort öffentlich zugänglich sind. Die grundsätzliche Struktur des wissenschaftlichen Publikationswesen verändert sich hierdurch nicht.

Weitere Informationen zu Open Access finden Sie...





Christian Hauschke 12.11.2009  
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